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Oberöwisheim

 ein Dorf im Kraichgau

Wappen Kraichtal

Ölberg Web

Mauritiuskirche mit dem Ölberg

Im Jahre 1420 begann man auf dem Kirchberg mit dem Bau eines neuen größeren Gotteshauses. Dort stand bisher ein baufälliges Kirchlein am Nordrand des Friedhofes.

Zuerst wurde mit dem Bau des Turmes im gotischen Stil begonnen. Nachdem die Bauarbeiten am Turm beendet waren begann man, nach dem Abriss des alten Kirchleins 1456, mit dem Bau des Langhauses dieses wurde 1459 fertiggestellt.

An der Südseite vom Langhaus, um die herum ehemals der Gottesacker lag, wurde 1477 eine Außenkanzel mit einem Ölbergrelief aus Sandstein angebaut. Dieser Anbau wurde von dem aus Heidelsheim stammenden Pfarrer  Andreas Kocz gestiftet.

Der Steinmetzkünstler des Ölbergreliefs war ein Andreas Rosh.

Die Richtung nach dem Friedhof beweist auch die Benutzung der Außenkanzel zur Grabpredigt.

Zur gleichen Zeit wurde an der steil abfallenden Ostseite eine hohe Mantelmauer errichtet. Durch diese Mauer konnte so durch Platzgewinn der kleine Friedhof erweitert werden. Zugleich diente die Mauer auch der Wehrhaftigkeit der Kirche, dorthin flüchteten die Bürger bei feindlichen Überfällen.

Das Dorf hatte zwar 3 Tore und einen so genannten Dorfgraben um den Ort, aber dieser war kein Hinderniss für angreifende Feinde, deshalb war der ummauerte Friedhof mit der Wehrkirche oft der einzige Zufluchtsort. Nach der Reformation wurde die Kirche simultan benutzt. Die Katholiken wie die Lutheraner hielten ihre Gottesdienste in der Mauritiuskirche ab.

Dieses Simultaneum verlief keineswegs friedlich. 1653 eskalierte der Streit zwischen den beiden Pfarrern mit tödlichem Ausgang.

Die katholische Gemeinde war nach der Reformation wesentlich kleiner als die der Lutheraner. Der Streitigkeiten überdrüssig lies der speyerische Amtmann Schunk 1706 auf einem Grundstück neben dem Zehntkeller auf eigene Kosten eine Kapelle errichten.

Damit waren die Kirchenstreitigkeiten zwischen den Konfessionen größtenteils beigelegt.

1751 wurde das Bistum Speyer durch Kauf alleiniger Eigentümer und Herrscher über das Dorf Oberöwisheim.

Nach der Napoleonischen Flurbereinigung Europas verlor das Bistum Speyer alle rechtsrheinische Besitztümer, Oberöwisheim gehörte nun fortan zum Großherzogtum Baden.

Die katholische Gemeinde baute 1873 auf dem eingeebneten Platz wo einst die Burg stand, eine neue Kirche im neoromanischen Stil.

Auch diese Kirche wurde dem Hlg. Mauritius geweiht. Somit ist Oberöwisheim die einzige Gemeinde mit 2 Kirchen die dem gleichen Heiligen gewidmet ist.

A.O. 2015

 

Ölberg AlteKirche

Außenkanzel mit Ölberg an der alten Kirche um 1913

KirchenmauerOö

Mantelmauer mit dem Kirchenaufgang von Norden gesehen.

EvKircheOö

Ev. Mauritiuskirche mit dem Turm von 1420 und neuem Langschiff von 1970

Wer als Leser dieser Webseite Interesse zeigt, die Oberöwisheimer Gesamtgeschichte kennen zu lernen kann dies am PC  erlesen. Die Geschichte von Oberöwisheim und das Ortssippenbuch von Oberöwisheim kann man auf DVD im PDF Format beim Ersteller der Webseite zum Selbstkostenpreis erwerben.   Siehe: Impressum

Kontakt: aossfeld@gmx.de  oder 0171-6824153

 

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